Bestattungsvorsorgevertrag – wann ist er sinnvoll?

Ist ein Bestattungsvorsorgevertrag notwendig oder sinnvoll? Mit dieser Frage befassen sich viele Menschen. Zumeist ist das Unbehagen mit dabei, denn der Gedanke, sich mit der eigenen Beerdigung und somit dem Tod zu beschäftigen, wirkt abschreckend. Dieser Beitrag soll Unentschlossenen helfen und zeigt gute Gründe für die Bestattungsvorsorge auf.


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Entlastung der Hinterbliebenen

Ein Bestattungsvorsorgevertrag ist eine Verfügung. Er kann durchaus mit der Patientenverfügung verglichen werden: Im Fall der Fälle entscheidet das Dokument, welche Schritte unternommen werden. Somit sichert der Bestattungsvorsorgevertrag auch die persönlichen Wünsche ab und garantiert, dass die Beerdigung so stattfindet, wie man sie sich vorstellt.

Doch auch unabhängig der eigenen Vorstellungen ist die Vorsorgeverfügung hilfreich:

  • Entlastung - der Tod eines geliebten Menschen ist hart und teilweise ein wirklicher Schock. Nicht jeder kann in diesem Augenblick klar denken und die notwendigen Schritte leisten. Der Termin mit dem Bestatter ist schwierig, je nach eigener Konstitution ist er gar überwältigend. Ein abgeschlossener Bestattungsvorsorgevertrag leistet Hinterbliebenen eine Hilfestellung, denn sie brauchen den Bestatter nur noch zu informieren.
  • Keine Streitigkeiten – rund um die Beerdigung treten immer wieder Streitigkeiten auf. Nicht jeder besitzt dieselbe Sicht auf ein Begräbnis oder gibt einer Grabstätte denselben Stellenwert. Dies kennen viele von sich: Während einige Menschen wöchentlich den Friedhof besuchen, ist man selbst vielleicht ein Typ, der das Grab gar nicht aufsucht. Eine Vorsorgeverfügung beugt auch den Streitigkeiten vor.
  • Finanzielle Streitigkeiten – das ist nicht selten ein Hauptstreitthema in den Räumlichkeiten von Bestattern. So traurig, wie es ist, möchte nicht jeder Familienangehörige viel für eine Beerdigung investieren. Kommen nun unterschiedliche Meinungen zusammen, ist Streit vorprogrammiert.

Ein nicht zu vernachlässigender Grund sind die sich verändernden Familienkonstellationen. Senioren werden immer älter, die Familie lebt nicht unbedingt in einer Region. Der Bestattungsvorsorgevertrag erleichtert Angehörigen nun auch die Durchführung der Beerdigung, wenn diese weit entfernt wohnen und eventuell erst später über den Tod unterrichtet werden.

Die finanzielle Sicherheit

Bei einem Bestattungsvorsorgevertrag handelt es sich um einen Kauf- und Dienstleistungsvertrag. Auf dem Papier wird eine vollständige Bestattung durchgeführt, die in Rechnung gestellt wird. Für die Bezahlung stehen mehrere Varianten zur Verfügung:

  • Direkte Bezahlung – ist das Geld vorhanden oder kann finanziert wird, so wird die Bestattung schon zu Lebzeiten vollständig bezahlt. Etliche Bestatter erlauben in diesem Fall auch Ratenzahlungen. Dieses Geld fließt auf ein spezielles Treuhandkonto.
  • Sterbegeldversicherung – sie kann schon vorhanden sein, aber auch neu abgeschlossen werden. Die Versicherung erstreckt sich nun auf den Betrag der geplanten Beerdigung. Der Versicherte tritt die Versicherungssumme an den Bestatter ab, der nun natürlich die Urkunde erhält.
  • Sparbuch – es kann zudem ein spezielles Sparbuch angelegt werden, auf welches die Summe eingezahlt wird. Das Sparbuch ist zweckgebunden und der Bestatter erhält Zugriff im Falle des Todes.

Die finanzielle Entlastung durch einen Bestattungsvorsorgevertrag ist enorm. Gerade in unsicheren Zeiten, in denen niemand sicherstellen kann, über welche finanziellen Mittel im Ernstfall verfügt werden kann, nimmt ein solcher Vertrag einen enormen Druck heraus.

Die persönlichen Gründe für einen Bestattungsvorsorgevertrag

Grundsätzlich kann ein Bestattungsvorsorgevertrag zu jeder Zeit abgeschlossen werden. Die Voraussetzung ist nur, dass der ›Kunde‹ geschäftsfähig ist. An dieser Stelle kommen die persönlichen Vorteile ins Spiel. Viele Menschen haben Furcht vor dem Tod, weil sie nicht wissen, was mit ihnen danach geschieht. Sicher kann der Vertrag keine spirituellen Sicherheiten geben, doch zumindest kann vorab verfügt werden, was mit dem eigenen Körper geschieht.

Wie wichtig diese Sicherheit ist, lässt sich oft in Pflegeheimen erleben. Viele Bewohner bestellen ihren Wunschbestatter gezielt ins Heim, um eben die Bestattungsvorsorge zu regeln.

Sicherlich lässt sich ebenso im privaten Umfeld eine Vorsorgeverfügung erstellen. Wer jedoch nicht nur die eigenen Wünsche sicherstellen, sondern Hinterbliebene grundsätzlich in den schweren Stunden entlasten möchte, indem alle Entscheidungen schon getroffen wurden, der kann den Termin mit dem Wunschbestatter vereinbaren und einen solchen Vertrag abschließen.