Wie setzen sich die Bestattungskosten zusammen?

Jede Bestattung besteht aus verschiedenen Faktoren. Manchmal kommen Faktoren wie die Wahl eines schönen Kleides oder eines adretten Anzugs hinzu, mal Reden oder ein adäquat geschmückter Weg. Viele Details obliegen dem Wunsch des Toten sowie denen der Angehörigen, andere Rechnungsdetails sind relativ fix. Dieser Abschnitt befasst sich mit der Zusammensetzung der Bestattungskosten.

Die Bestatterleistungen

Einen großen Anteil der Gesamtkosten nehmen die Bestatterkosten samt der notwendigen Urkunden ein. Der Bestatter ist der Ansprechpartner der Hinterbliebenen und organisiert den gesamten Ablauf. Zu seinen Aufgaben gehören:

  • Betreuung - die Angehörigen werden betreut und anstandsgemäß beraten und begleitet. Bürokratie - der Bestatter spricht sich mit Ämtern und Behörden ab, was die Anforderung der Todesurkunden mit einschließt.
  • Überführung - die verstorbene Person muss ins Bestattungsinstitut verbracht werden. Aufbahrung - hierfür werden dem Toten die gewünschten Kleidungsstücke angelegt. Auch ästhetische Arbeiten zählen mit in diesen Punkt hinein.
  • Organisation - die gesamte Durchführung der Bestattung, beginnend mit der Überführung bis hin zum Begräbnis zählen hierunter.
  • Verwaltungskosten - die Ausstellung von Urkunden kostet Gebühren, die ebenfalls in Rechnung gestellt werden. Dies sind die Hauptaufgaben. Wird der Bestatter mit der Vertragsauflösung diverser Verträge oder auch mit der Erstellung von Todesanzeigen und dem allgemeinen Schriftverkehr betreut, so erhöhen sich die Kosten.

Je nach Region und Umfang können für diesen Kostenpunkt 1.100 bis 1.600 Euro anfallen.


Kreditvergleich powerd bei Check24

Kosten für Urnen und Särge

Der Sarg gehört zu den verpflichtenden Details einer Beerdigung. Auch bei Feuerbestattungen muss die verstorbene Person in einem Sarg verbrannt werden. Doch wie teuer sind Särge?

  • Allgemein - Särge gibt es in verschiedenen Ausführungen und Designs. Auch die Innenausstattung kann vielfach frei bestimmt werden. Das hat Auswirkungen auf die Kosten. Ein sehr schlichter Sarg, wie er gerne bei Feuerbestattungen genommen wird, kostet ungefähr 500,00 Euro. Särge aus edlem Holz können durchaus 3.000 Euro und mehr kosten.
  • Welchen Sarg wählen? - Eine Entscheidungshilfe ist die Form einer Beerdigung. Bei einer Feuerbestattung, gerade, wenn keine aufwendige Aufbahrung stattfindet, kann ein günstiger Sarg gewählt werden. Anders sieht es bei Aufbahrungen mit gewünschtem Publikumsverkehr aus. Allerdings gibt es auch optisch sehr ansprechende Särge, die keine 2.000 Euro kosten. Die gewählten Materialien sind schlichtweg weniger hochwertig.
  • Urnen - sie sind deutlich günstiger als Särge. Natürlich ist die Grenze nach oben völlig offen, doch im Schnitt erhalten Hinterbliebene für 200,00 Euro schon sehr attraktive Urnen.

Friedhofsgebühren

Sie können nur schwer aus der Ferne geschätzt werden. Hinterbliebene sollten unbedingt mit dem Bestatter über die Optionen sprechen. Dies gilt vor allem dann, wenn kein fester Friedhof gewünscht oder vorab bestimmt wurde. See- oder Waldbestattungen hingegen sind oft deutlich günstiger als die Friedhofsbestattungen.

Sonstige Kosten

Jeder Bestatter geht für Fremdleistungen in Vorkosten. Neben den reinen behördlichen Kosten fallen jedoch auch weitere Kostenpunkte an:

  • Steinmetz - wird der Bestatter direkt mit der Bestellung eines Grabsteins beauftragt, so wird dieser Kostenpunkt natürlich in die Rechnung inkludiert.
  • Trauerfeier - ist sie aufwendig, fallen hier erhebliche Kosten an. Nicht nur müssen die Musiker bezahlt werden (dies gilt auch für kirchliche Bestattungen), auch der Trauerredner, die Sargträger und die Gärtnereien werden bezahlt.

Die Kosten basieren auf vielen Details

Auf einige Kostenteile haben Hinterbliebene keinerlei Einflussmöglichkeiten. Hierzu zählen die behördlichen Gebühren. Auf andere Bereiche lässt sich natürlich einwirken, wobei genau überlegt werden sollte, ob es sinnvoll ist, beispielsweise den Grabstein aufzuschieben. Diese Kosten fallen später ohnehin an, sofern nicht völlig auf einen Stein verzichtet wird. Besser ist es, diese Kosten gleich mit in die Finanzierungsgedanken mit aufzunehmen. Es ist immer einfacher, einen einzelnen Kredit zu wählen, als diesen später noch um einen weiteren Punkt zu ergänzen.